Unfall und Leben kommen beim Kunden an

Moderne Produkte in Schaden Versicherungen

Der SV Konzern blickt auf ein gutes Geschäftsjahr zurück. Nach den vorläufigen Geschäftszahlen sind die gebuchten Bruttobeiträge im Konzern im vergangenen Jahr mit 3,24 Milliarden Euro (Vorjahr: 3,24) konstant geblieben. "Mit dem Geschäftsverlauf in der Lebensversicherung und in den Schaden-Unfallversicherungen sind wir zufrieden", sagt Ulrich-Bernd Wolff von der Sahl, Vorstandsvorsitzender der zur Sparkassen-Finanzgruppe gehörenden SV SparkassenVersicherung (SV). Der Konzernchef zu den Aussichten für 2016: "Uns wird das Thema Regulatorik, insbesondere die Umsetzung von Solvency II, stark beschäftigen. Auch werden wir unsere Digitalisierungsstrategie weiter fortsetzen. Im Zentrum unseres Handelns stehen aber weiterhin unsere Kunden: Wir arbeiten täglich daran, die erste Wahl für die Menschen in unseren Regionen zu sein. Dass wir dafür die richtigen Produkte haben, sehen wir an der stabilen Geschäftsentwicklung. Wir sind gut aufgestellt."

Hohe Nachfrage nach ExistenzSchutz und PrivatSchutz

In den Schaden-Unfallversicherungen stiegen die gebuchten
Bruttobeiträge um 3,8 Prozent und liegen bei 1,41 Milliarden Euro
(1,36). Die SV entwickelte sich damit besser als der Markt. Dies ist
hauptsächlich auf das Neugeschäft über verschiedene Privatsparten
hinweg zurückzuführen. So wuchs das Neugeschäft nach Bestandsbeitrag
in den Privatsparten um 2,1 Prozent auf 21,5 Millionen Euro (21,0).
Wachstumstreiber waren hier vor allem die Sparten Unfall (+13,7 %),
Haftpflicht (+5,0 %) und Hausrat (+3,9 %). Das Produkt
ExistenzSchutz, eine Absicherung gegen Unfall, Krankheit und
Berufsunfähigkeit, etablierte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr
weiter. Die SV konnte 2015, im zweiten Jahr nach der Einführung, über
4.900 Verträge abschließen. Weiter überzeugen konnte die SV mit dem
Produkt PrivatSchutz für Privatkunden. Seit Einführung vor vier
Jahren hat die SV nun 1,1 Millionen Verträge (0,84) im Bestand.
Allein 2015 kamen knapp 358.000 Verträge hinzu. Auch das
Kraftfahrtgeschäft entwickelt sich weiter positiv: Die gebuchten
Bruttobeiträge stiegen um 7,8 Prozent auf 228,1 Millionen Euro
(211,5). Insgesamt erzielte die SV in Kraftfahrt ein Wachstum von
über 47.800 Verträgen, das sind rund 5,0 Prozent mehr als noch im
Vorjahr. Die Schaden-Kostenquote in Kraftfahrt beträgt
voraussichtlich rund 97,5 Prozent (93,7). Wolff von der Sahl: "Die
Schaden-Kostenquote liegt das zweite Jahr in Folge unter der
100-Prozentmarke. Damit haben wir in Kraftfahrt eine gesunde Mischung
aus Schäden und Ertrag."

Schadenaufwendungen steigen durch Unwetter

Insgesamt hat die SV 2015 für Schäden durch Unwetterereignisse
110,1 Millionen Euro ausbezahlt, das waren 46,4 Prozent mehr als noch
im Vorjahr, das eines der schadenärmsten Jahre bei der SV war. Wolff
vonder Sahl: " 2015 war für uns wieder ein normales
Elementarschadenjahr. Vom Klima her war es aber ein sehr extremes
Jahr. Es war nach 2014 das wärmste Jahr seit der Wetteraufzeichnung
mit Hitzerekorden im Sommer." Im Geschäftsgebiet der SV hinterließen
besonders im Frühjahr und Sommer Stürme und Hagel ihre Spuren. Am 31.
März 2015 verursachte beispielsweise Sturm Niklas Schäden an über
25.000 Gebäuden und Fahrzeugen mit einem Aufwand von rund 32,8
Millionen Euro. Wolff von der Sahl: "Wetterextreme nehmen deutlich
zu. Die Veränderung des Klimas ist in vollem Gange. Wir können uns
daher nicht zurücklehnen." Die gesamten Bruttoschadenaufwendungen
stiegen im Geschäftsjahr um 8,4 Prozent auf 993,6 Millionen Euro
(916,6). Die Schaden-Kostenquote in den Schaden-Unfallversicherungen
sinkt auf 85,5 Prozent (88,2) und liegt damit deutlich unter der der
Branche.

Altersvorsorge: IndexGarant weiter stark gefragt

Wolff von der Sahl: " Trotz der aktuellen Rahmenbedingungen mit
der Niedrigzinsphase sind wir mit dem Geschäftsergebnis in der
Lebensversicherung zufrieden." Insgesamt erreichten die gebuchten
Bruttobeiträge mit 1,83 Milliarden Euro (1,87) fast das Niveau des
Vorjahres, obwohl das Neugeschäft nach Beitragssumme um 7,3 Prozent
auf 2,78 Milliarden Euro (3,0) zurückging. Gleichzeitig sank die
Stornoquote nach laufendem Jahresbeitrag deutlich auf 4,0 Prozent
(4,3) und liegt weiter unter der der Branche mit 4,4 Prozent (Stand:
30.09.2015). Wolff von der Sahl: "Die Stornoquote auf Tiefstand sagt
uns, dass es keine Flucht aus der Altersvorsorge gibt. Die Menschen
wissen, dass Vorsorge wichtig ist. Wir sehen dabei deutlich, dass
sich der Trend weg von der klassischen Kapitalbildenden
Lebensversicherung hin zur Ren-tenversicherung verstärkt. Unsere
Rentenversicherung IndexGarant ist mit Abstand das beliebteste
Altersvorsorgeprodukt." So war sie 2015 in der privaten und
betrieblichen Altersversorgung (bAV) gefragt. Knapp 39.000
IndexGarant-Verträge inklusive der bAV-Variante wurden 2015
policiert, mit einer Beitragssumme von 1,5 Milliarden Euro (1,3). 68
Prozent der 2015 verkauften Rentenversicherungen gingen auf das Konto
des indexbasierten Produktes. Im September 2015 ergänzte die SV ihr
Indexangebot. Neben den Aktienindices EURO STOXX 50 und
VolaIndexPerform gibt es den Sachwerteindex TrendPortfolio.

SV Konzern (vorläufige Zahlen) 2015 2014 2013
Gebuchte Bruttobeiträge saG (Mio. Euro) 3.242,4 3.235,4 3.157,5
- Schaden/Unfallversicherung 1.412,0 1.360,6 1.280,8
- Lebensversicherung 1.830,5 1.874,9 1.876,7
Bestand Anzahl Verträge in Tsd. 7.785 7.737 7.642
Versicherungsleistungen in Mio. Euro 2.965,8 2.904,0 3.636,8
Mitarbeiter (Köpfe) 5.081 4.986 4.960
Innendienst 2.821 2.683 2.650
Außendienst 1.921 1.957 1.939
Auszubildende 339 346 371
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